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Vor Jahrtausenden haben Ausserirdische die Erde besucht - behauptet Erich von Däniken. Bei seinem Auftritt im Landhaussaal drehte sich alles um mysteriöse und letztlich unerklärliche Phänomene.
Die Bilder und Filmsequenzen auf der Grossleinwand im Landhaussaal jagten sich - eine Fülle von Figuren, Formen und Linien; Spuren mysteriöser, fremder Technologien, die in jener frühen Zeit völlig unbekannt waren und unmöglich von den Einheimischen stammen konnten. Obwohl die Wissenschaft für alles Erklärungen hat - Erich von Däniken siehts völlig anders. «Ich stehe dazu, ich bin ein Fantast», sagte er. Und lud die Anwesenden zu einer Reise ein: Nach Asien zur Stupa (was so viel heisst wie «kleines Fahrzeug zur grossen Welt der Götter» - eine Art Raumschiff?); nach Ägypten zur Stufenpyramide (mit kilometerlangen, unterirdischen Gängen, 80 Tonnen schweren Sarkophagen mit 40 Tonnen schweren Deckeln, der Stein aus einer Gegend, 1000 Kilometer weit weg). «Wie ist das möglich?»
Flucht der Ausserirdischen
Für Erich von Däniken ist klar: «Die Ausserirdischen haben bei der Planung geholfen.» Erst vor elf Jahren sei der Südschacht der Pyramide entdeckt worden, weitere Schächte würden entdeckt - die Rätsel aber seien geblieben. Nicht anders bei der Natska in Peru, diesen flach gemachten Bergen mit den rätselhaften Pisten, fadengerade gezogene Linien, die längste fast 4 Kilometer lang - geometrischen Zeichen, die man nur aus der Luft überblicken kann. «Der Empfänger musste fliegen können», so von Däniken.
Noch nie ein UFO gesehen
Seine spektakulärste Theorie sparte er sich für den Schluss auf. Er berief sich auf die Aussagen des Propheten Ezechiel in der Bibel: «Der Himmel öffnete sich, es kam eine grosse Wolke mit flackerndem Feuer, umgeben von einem hellen Schein. Aus dem Feuer strahlte es wie glänzendes Gold. Mitten darin etwas wie vier Lebewesen, zwischen ihnen war etwas zu sehen wie glühende Kohlen.» Ezechiel habe verstanden, dass dies nicht Gott sei. «Sie brachten mich auf einen sehr, sehr hohen Berg», heisse es da weiter, und ab Kapitel 40 gebe er genaustens den Ort an, den er gesehen habe.
Und? «NASA-Techniker bauten die Angaben nach», so von Däniken. Entstanden sei ein Zubringerschiff. Unabhängig davon habe ein anderer Forscher den von Ezechiel vermessenen Tempel nachgebaut. «Enstanden ist eine Bodenstation für ein Raumschiff», verriet von Däniken. Die beiden Modelle, unabhängig voneinander und ohne dass der eine Forscher vom anderen gewusst hätte, passten haarscharf zusammen. Um dem Nachdruck zu verleihen, liess von Däniken eine Computersimulation laufen - und erstaunte die Zuschauer.
«Wir haben eine Kette von Indizien. Beweise noch nicht», schloss von Däniken. Nicht ganz: «Ich habe übrigens bis heute kein UFO gesehen. Ich glaube, dass die Ausserirdischen abhauen, wenn der von Däniken kommt.»
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Quelle: Berner Zeitung, 01.12.2005
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