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Mysteries in der Türkei - Rätsel der Welt zusammengestellt von Tatjana Ingold

Mysteries in der Türkei

Nemrut Dag - Der Berg der Götter


Thron der Götter: Nemrut Dag

Im Südosten der Türkei, inmitten des Taurusmassivs, erhebt sich der heilige Berg von Kommagene, der 2150 Meter hohe Nemrud Dag. Dort liegt der 36 v. Chr. verstorbene König der Kommagene, Antiochos I., begraben. Antiochos liess hier den grössten Grabhügel der Welt errichten! Un diesen Grabhügel auf der Spitze des Berges zu errichten mussten zuerst rund 200.000 Kubikmeter Gestein abgetragen werden. Ohne moderne technische Hilfsmittel und Dynamit! Anschliessend wurde eine über 50 m hohe Pyramide aus Schotter errichtet. Am Fuss der Pyramide wurden drei Terrassen mit 10-Meter hohen Götterfiguren aufgebaut. Jede der Figuren wiegt rund 10 Tonnen - sie stammen aus einem anderen Material als das des Felsens und mussten auf den Berg transportiert werden.

Zur Zeit forschen holländische Archäologen auf dem Nemrut Dag. Irgendwo unter der Pyramide liegt das Grab von König Antiochos I., darin werden ähnliche Schätze wie im Grab von Tut-Ench-Amun erwartet. Durch einen Geniestreich der Erbauer beim Errichten der Schotterpyramide wurde es potentiellen Grabräubern sehr schwer gemacht - sobald man einen Gang gräbt rutscht Schotter nach. Bis heute ist niemand bis zur Grabkammer - die mittlerweile lokalisiert wurde - durchgedrungen.

Verschiedene Inschriften auf dem Nemrut Dag sprechen von einem guten Verhältnis zwischen Antiochos I. und "den Göttern", denen er für ihre Dienste dankbar gewesen sei. Eine weitere Inschrift berichtet, er habe dem Berg "unsterbliche Botschaften" für die Ewigkeit anvertraut. Was für Botschaften sind das? Werden Archäologen im Grab des Antiochos eines Tages Schriften finden, die mehr über das Verhältnis zwischen dem König und "den Göttern" aussagen?

Lesen Sie hier, was Erich von Däniken über den Nemrut Dag schreibt!

 


Die unterirdischen Städte in Kappadokien


Unterirdische Stadt für 20.000 Leute

Schon viermal habe ich sie besucht. Jede Visite stimmte mich aufs neue nachdenklich. In Kappadokien wimmelt es von unterirdischen Städten. Immer mehr werden nun auch für Besucher zugänglich. Als grösste galt bislang Derinkuyu, die mit mindestens 16 unterirdischen Stockwerken Platz für ca. 20.000 Menschen bot. Seit kurzem ist die Stadt Özkonak geöffnet, die sogar bis zu 60.000 Menschen beherbergen konnte.

Bei meinem letzten Besuch spazierte ich zwei Stunden durch einen Teil der Stadt Kaymakli, welche über 5.000 Räume hat, die vergleichbar wie Bläschen in einem Schwamm angeordnet sind. Alle unterirdischen Städte waren mit einem Tunnelsystem untereinander verbunden. Überall trifft man auf Luftschächte, die dafür sorgten, dass selbst zig Meter unter der Erde die Luft noch angenehm zu atmen war.

Bis heute offen ist die Frage, wer die Städte angelegt und erbaut hat. Man weiss, das Christen zur Zeit der Christenverfolgung (um 250 n. Chr.) hier Zuflucht gesucht haben. Aber sie waren nicht die eigentlichen Erbauer. Die Städte existierten bereits. Wer hat sie erbaut? Und wann? Hier beginnen die Spekulationen. In einigen Städten fand man Gegenstände aus hethitischer Zeit. Die Hethiter waren ein Volk, das zwischen 1.800 und 1.300 v. Chr. östlich vom heutigen Ankara lebte. Stammen die Städte von ihnen? Oder sind sie sogar noch älter? Und die wichtigste Frage: Wozu überhaupt dieser Aufwand? Im Reiseführer lese ich, dass man hier Schutz vor Feinden suchte. Vor was für Feinden? Die hätten doch leichtes Spiel gehabt die Geflüchteten auszuräuchern, in dem sie brennende und rauchende Materialien in die Luftschächte geworfen und dann den Schacht mit einer Platte abgedeckt hätten. Die Höhlenbewohner sässen in der Falle und wären ausgeräuchert worden.

Fragen über Fragen. Was bleibt ist die Tatsache, dass diese Städte existieren und allemal einen Besuch wert sind.

Lesen Sie hier, was Erich von Däniken über die unterirdischen Städte schreibt!

 


Mischwesendarstellungen im Museum in Ankara


Mischwesendarstellungen


Diese beiden Mischwesen fotografierte ich im Museum für zentralanatolische Hochkulturen in Ankara. Aber es wimmelt in allen Museen der Welt von den unterschiedlichsten Darstellungen von Mischwesen, Sphingen, Zentauren und so weiter.

Waren das alles nur Phatasiegestalten oder gab es reale Vorbilder? Im 4. Jahrhundert lebte der Kirchenfürst und Historiker Eusebius, der aus älteren Texten überliefertm, dass die Götter Mischwesen schufen: "Und es waren daselbst gewisse andere Untiere, von denen ein Teil selbsterzeugte waren (...) und sie hätten erzeugt Menschen, doppelbeflügelte; dazu auch andere mit vier Flügeln und zwei Gesichtern (...) weiter noch andere Menschen, mit Schenkeln von Ziegen und Hörnern am Kopfe; noch andere, pferdefüssige; und andere von Pferdegestalt an der Hinterseite und Menschengestalt an der Vorderseite (...) und Reptilien und Schlangen und eine Menge von Wunderwesen, mannigfaltig gearteten und untereinander verschieden geformten, deren Bilder sie im Tempel des Belos eins neben dem anderen dargestellt aufbewahren."

Alles nur Unsinn? Wieso existieren dann weltweit die Figuren, Darstellungen, Reliefs von Sphingen?

Im April 2001 wohnte ich einer Diskussion mit einem Professor für Genetik an der Uni Bern bei. Das Thema war: "Hat die Sphinx gelebt?". In Rahmen der Diskussion bestätigte der Professor, dass es rein vom technischen her durchaus möglich wäre Mischwesen zu erzögen (die "Schiege" war ein Anfang). Haben es andere bereits getan? Haben "Götter" in der Vorzeit ein Frankenstein'sches Gruselkabinett eröffnet? Einiges scheint darauf hin zu deuten.



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