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Erich von Däniken - Archiv

Ausschnitt aus "Erinnerungen an die Vergangenheit, Band 1" :

 

Wir betraten den zweiten Stock der Villa Serdang. Erich ging zielstrebig in einen Raum auf der rechten Seite: sein Archiv. Auch das kannte ich bereits von Bildern. Es sah sehr ordentlich aus und in der Mitte stand ein Schreibtisch, auf dem ein Laptop lag. Ebenfalls auf dem Schreibtisch befanden sich zwei Photographien, die einen Roboter zeigten, der nur wenige Monate später als "Gantenbrinkroboter" in die Geschichte der Prä-Astronautik und Archäologie eingehen wird. Die Wände waren vor lauter "Schubladenregalen" kaum zu sehen. Auf den Schubladenschränken standen einige Autorenexemplare seiner bei Bertelsmann erschienenen Bücher. Die Oberseite eines orangefarben herausstechenden Schrankes zierten zwei Globuskugeln. Erich berichtete: "Das ist mein Archiv. Hier in den Schubladen sind Dokumente, Briefe, Fotos, Dias und vieles mehr. Und hier in dem Kasten..." er zog eine silberne Schutzfolie hoch "...sind alle Karteikarten zu den Dokumenten.". Anschliessend führte er das "Sich-zurecht-finden" in seinem Archiv an einem Beispiel vor.

Hiernach gingen wir in ein weiteres Zimmer, ein Büro, das zwei Computer, Drucker, Kopierer und ein Fax-Gerät enthielt: "Hier entstehen alle meine Bücher." Erich schaltete den ersten Computer, einen Apple McIntosh, ein. Dort waren alle aktuellen Werke von ihm Wort für Wort gespeichert. Er zeigte uns das Programm für zwei Bücher, die erst in einem halben Jahr erscheinen werden: "Das zum Beispiel ist mein neues Jugendbuch." er drückte ein paar Tasten "... das ist der Fortsetzungsband von "Auf den Spuren der ALL-Mächtigen". Das Buch ist fertig geschrieben, es soll nur noch nicht frühzeitig auf den Markt." Ich las zwei, drei Zeilen in dem Buch, das gerade auf dem Bildschirm war. "Ohne Computer läuft ja heute nichts mehr!" sagte Erich. "Schreibst Du eigentlich selbst oder läßt Du schreiben und diktierst nur?" erkundigte ich mich interessiert, da ich einmal gehört hatte, alle erfolgreichen Autoren würden nur noch diktieren. "Früher habe ich fast nur diktiert, aber heute schreibe ich alles selbst. Abends gegen 22.00 Uhr komme ich hier hoch und setze mich an den Computer und dann geht's los, dann schreibe ich teilweise bis morgens um 4.00 Uhr...". Er zuckte lächelnd mit den Schultern, "...ich bin nunmal ein Nachtmensch!" Kurz darauf schaltete Erich den Computer wieder aus.

Ich blickte mich noch einmal in dem Raum um: die Wände waren weiß gestrichen und vermitteltem einem so einen recht langweiligen Eindruck, der nur durch das eine oder andere surrealistische Poster aufgelockert wurde. Außerdem hing ein Werbeplakat für Erichs Bücher über einem Schreibtisch, das das Antlitz des Millionenautors während einer Reise durch Kaschmir 1975 zeigte. Ich kannte dieses Plakat, denn es ist eines der Dänikenplakate, die ich auch in meinem Zimmer daheim hängen habe. An einer Wand stand ein Regal mit vielen farbenprächtigen Ordnern, doch auch dadurch wurde die in diesem Zimmer ruhende "kalte Arbeitsatmosphäre" allenfalls noch verstärkt!

Nun ging Erich mit uns in sein Schlaf- und Schreibzimmer, das irgendwie eine "warme Atmosphäre" ausstrahlte. Es sah in der Tat äußerst gemütlich aus. Dort stand ein riesiger, nobler Schreibtisch mit unzähligen Papieren, Briefen und Büchern drauf. Die Wand hinter dem Schreibtisch war voller Urkunden und Auszeichnungen sowie Ehrenbürgerdokumenten. Der ganze Raum war in Blau gehalten: hell-blaue Gardinen, tiefblaue Tapeten und ein tiefblaues Bett. Nach der Besichtigung dieses Zimmers gingen wir wieder in das Erdgeschoß.

 



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