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(1980)
Das vorliegende Buch zerfällt in zwei Teile. Zum ersten Teil, der einen wörtlichen Nachdruck der 1967 veröffentlichten Vorträge darstellt, kommt ein umfangreicher Schlussteil, entstanden aus Gesprächen, die 1979 stattfanden.
Im ersten Teil greift Sergius Golowin die spätere Theorie der prähistorischen Astronauten auf. Ein Jahr bevor das zum Weltbestseller gewordene Buch «Erinnerungen an die Zukunft» von Erich von Däniken erscheint.
Im zweiten Teil versucht Golowin nun, die Entstehung des modernen Volksglaubens und die religiösen Gedanken in den Vorstellungen der Gläubigen der neuen kosmischen Religion z.B. auch anhand des Science-Fiction- und Fantasy-Schrifttums zu analysieren.
Im Chaos der Sternenmythen and Sternenreligionen, wie sie nach dem zweiten Weltkrieg in Nordamerika aufzutauchen beginnen and dann nach1960 zu einem Weltphänomen werden, erkennt man deutlich eine Fortsetzung der Träume vom Wiederfinden der "Sternenkräfte" , des "himmlischen Wesens", der "astralen Energien" im Menschen, um mit ihnen nach der Zeit des Zusammenbruchs morscher Kulturen in ein Zeitalter des schöpferischen Aufbaus schreiten zu können.
Solche Träume gehören zum ältesten Mythengut der Menschheit.
Vor 1966 beschäftigten entsprechende Dinge vor allem eine Schicht, die man etwa mit der Sammelbezeichnung "Intelligenzia", "Provotariat", "Progressiat", "Boheme" oder "Asphaltzigeuner" abzustempeln versuchte. Ausbrüche in den Kosmos oder in die Urzeit mit den Mitteln der Fantasie gehörten häufig zu ihrem Lebensstil. Die letzten Jahre aber beweisen: Immer breitere Volksschichten werden von solchen Ideen erfasst.
Golowin gelingt es, diese neue Bewegung auf älteste Mythen und Träume zurückzuführen, Gemeinsames aufzudecken und altes Volksgut, das in unsere Neuzeit eingeflossen ist, wiederzufinden.
Er wehrt sich vehement gegen Ansätze von Dämonisierung der mythischen Wesen von anderen Sternen; vielmehr verbindet Golowin mit den Sternenmenschen die Hoffnung auf eine bessere Welt, ein unentfremdetes Dasein.
Sergius Golowin wurde 1930 in Prag geboren. Dreijährig kam er nach Bern, dem Heimatort seiner Mutter and wuchs im heute fast legendären Mattenhofquartier auf. Nach dem Weltkrieg unternahm er ausgedehnte Reisen durch Europa und erlebte z.B. in Paris, wie sich eine «neue Boheme» zwischen Sartre and Cocteau bildete. In den fünfziger Jahren war Sergius Golowin Mitbegründer des neuen « Phantastischen Realismus» in der Kunst; 1964 erschien sein Buch «Magische Gegenwart», man kann ihn somit zu Recht als einen ersten Chronisten der modernen mythischen Jugendbewegungen bezeichnen.
Der ehemalige Bibliothekar (von 1950 bis 1968) lebt heute als freier Schriftsteller and Berner Politiker in Interlaken. Seine wichtigsten Werke sind: «Lustige Eidgenossen», «Adrian von Bubenberg», « Die Welt des Tarot», « Frei sein wie die Väter waren», «Die Magie der verbotenen Märchen».
1974 erhielt Sergius Golowin einen Preis der Schweizerischen Schillerstiftung, als Würdigung «seiner grossen Verdienste um die moderne Volkskunde und die Kulturen am Rande der Gesellschaft».
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